Teil eines Werkes 
5. Band (1869)
Entstehung
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Gewiß, rief die Herzogin,und nicht jetzt erſt hat er es gethan, ſondern ſchon früher, ſchon zu der Zeit, als Du ihn noch für Deinen treueſten Freund hielteſt, als Du ihn zur Regierung beriefſt! Nie hatte er einen andern Gedanken, als ſeine geheimen Pläne zu ver⸗ wirklichen, langſam auf Beſeitigung des Fürſten, der ihm ſein Vertrauen geſchenkt, hinzuarbeiten, bis der Augenblick gekommen ſein würde, auf den Trümmern Deines Throns den Freiſtaat aufzurichten. Das war ſeine Abſicht, während er Dir zu dienen vorgab; darin beſtand ſeine Thätigkeit ſchon beim erſten Aufruhr.

Das iſt nicht wahr, rief Felir abwehrend.Das kann nicht wahr ſein. Dafür habe ich Beweiſe.

Und ich habe die Gegenbeweiſe, rief die Herzogin. Gerichtsrath Weber, ſprechen Sie! Von Ihnen habe ich gehört, daß Sie Ohrenzeuge geweſen, wie er auf⸗ rühreriſche, republikaniſche Reden gehalten hat.

Wirklich? fragte Felix.Wiſſen Sie etwas Der⸗ artiges? Wann und wo iſt das geſchehen?

In der Nacht des Aufruhrs, ſagte Weber,we⸗ nige Augenblicke, ehe der Tod Seiner Durchlaucht des ſeligen Herzogs bekannt wurde. Es war an der Ecke, wo die Marienſtraße gegen das Thomasgäßchen ein⸗ biegt. Der Profeſſor forderte das Volk auf, jetzt, wo es einmal die Gewalt in Händen habe, nicht am An⸗