Teil eines Werkes 
5. Band (1869)
Entstehung
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glaubt, daß ſie mir erſparen wolle, über jenes inhalts⸗ ſchwere Blatt zu entſcheiden; ich glaubte eine Mah⸗ nung von oben zu hören, daß ich nicht Richter ſein ſolle über das, was geſchehen iſt zwiſchen mir und jenem Manne.

Bedenken Durchlaucht, rief Overbergen,wie noth⸗ wendig es iſt, daß ein ſtrenges Beiſpiel gegeben wird, zumal bei einer ſo hervorragenden Perſönlichkeit! Es iſt nicht ſein Tod, auf den ich dringen möchte. Durch⸗ laucht können immerhin Ihrer Gnade freien Spielraum laſſen, aber Sie können ihn nicht ziehen laſſen, er darf nicht ſtraflos bleiben, um Ihrer im fremden Lande zu ſpotten.

Spott! ſagte Felix finſter und halblaut vor ſich hin.Wollte Gott, Spott wäre das Einzige, was ich von ihm zu beſorgen hätte!

Sohn, rief die Herzogin näher tretend,warum ſprichſt Du nicht? Warum zögert Deine Entſcheidung? Sollteſt Du neuerdings ſchwankend werden?

Nein, ſagte der Fürſt nach längerer Pauſe,aber ich beſinne mich eben auf den Inhalt der Unterſuchung,

V V

ich rufe mir ins Gedächtniß zurück, daß der, der mir früher der nächſte Freund geweſen, zum Aufrührer geworden iſt, daß er vermocht hat, mich ſo zu be⸗ trügen!