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Gift in meinen Becher gegoſſen, kann mein Vertrauen nie wieder genießen. Sie, mein Herr van Overbergen, über deſſen eigentliche Thätigkeit und Erfolge in meinem Lande ich erſt in jenem Nachbarſtaate vollkommene Klar⸗ heit erhalten habe, Sie werden wohl thun, ſich wieder dahin zu begeben, wo Ihrer ein größerer Wirkungs⸗ kreis wartet, als ich Ihnen hier zu geſtatten geſonnen bin. Des Führers auf meiner Herrſcherlaufbahn bin ich allerdings beraubt, durch eigene Schuld und durch fremdes Verbrechen, aber ich will mich beſtreben, ſelbſt zu ſehen, ſelbſt zu handeln, und hoffe die Kraft und das Verſtändniß dazu in dem zu finden, was ich erlebt!“
Er griff nach Führer's Ring und ſteckte ihn an den Finger.
„Niemand wage es“, rief er wieder,„bei meinem höchſten Zorne, ſich in das Schickſal des Mannes zu miſchen, der einſt mein M iniſter geweſen! Ich ſelbſt werde die Antwort geben. Man erwarte meine Ent⸗ ſcheidung!“
Zürnenden Angeſichts und majeſtätiſchen Schrittes verließ er das Gemach und ließ die Fürſtin mit einer Ohnmacht ringend zurück, in welcher Overbergen ſie unterſtützte.„Wehe“, flüſterte ſie ihm zu,„Alles iſt ver⸗ loren!“ 1
„Nicht doch“, erwiderte dieſer ebenſo mit zuverſicht⸗ Schmid, Mütze und Krone. V. 16


