Teil eines Werkes 
5. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14

übel ausfalle thät, und wenn das nit gweſe wär, ſo wär's auch wirklich zum Lache gweſe, vor allem gar die G'ſchicht' mit dene Stiefel.

Mit den Stiefeln? fragte die Schuſterin, welche kaum mehr Athem genug fand.Ah ſo! Mit den Stiefeln, die uns geſtohlen worden ſind, meinen Sie?

Ach was, ſagte der Gärtner lachend,g'ſtohlen hab' ich ſie nit. Sie ſind in'n Garte enunterg'falle und da hab' ich ſie gefunde und zu mir gmomme. Ich hab' dacht, die könnt man mal brauche, wenn's gilt, a Späßle Fmache. Wie dann der Alt' nit ausg'laſſe hat und alleweil in mich drunge iſt, ich ſollt' was ausſtudire, um den Schuſter fortz'ſchaffe, hab' ich ſie am ſelbige Abend an'zoge und bin damit durch'n Garte gange, eh⸗ ich ſie wieder an ihren Ort gſſtellt habe. Drum, fuhr er mit lautem Lachen fort,drum habe die Stiefel auch ſo accurat in die Spure»paßt.

Iſt das wahr? ſagte die Schuſterin ſo erregt, daß ſie kaum mehr an ſich halten konnte.Das wäre frei⸗ lich zum Lachen, wenn's nicht ſo traurig geweſen wär'. Aber wie iſt es dann mit dem Einbruch ſelbſt geweſen?

Nix iſt's damit g'weſe, entgegnete Schiebele,gar nix als lauter Spiegelfechterei. Der Alt' ſelber hat mit der Kreuzhaue ˙8 Schloß verruinire helfe. Es iſt

ihm kein Kreuzer g'ſtohle worden. Er hat's ſo habe wolle,