Teil eines Werkes 
5. Band (1869)
Entstehung
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war kühner geworden; er näherte ſich ihr und legte den Arm um ihre Hüfte. Sie zuckte und mußte ſich Gewalt anthun, ihn nicht von ſich zu ſtoßen.So? brachte ſie mühſam hervor.Wie iſt denn das zu ver⸗ ſtehen? Was wäre denn nicht geſchehen? Und was nicht geweſen iſt, könnte denn das nicht noch werden?

Freilich, freilich könnt's kicherte der Schwabe.Aber es wird halt jetzt doch viel härter halte, jetzt, wo der Mann wieder daheim iſt.

O deswegen! rief die Schuſterin in ſteigender Bewegung.Nach meinem Mann thät ich juſt nicht ſo viel fragen. Bei dem, was ich im Sinn hab,, redet er mir gewiß nichts ein.

Ja, wenn das wär'! fuhr der Burſche fort, indem er ſie lüſtern an ſich drückte.Was iſt denn für ein gueter Geiſt über die Frau komme, daß ſie auf einmal ſo zuetraulich iſt? Warum war ſie denn früher gar ſo ſpröd und wild?

Warum? fragte die Schuſterin und ballte unge⸗ ſehen die Hände.Vermuthlich wohl, weil ich jetzt erſt ſehe, wie der Herr Gärtner von mir denkt und daß er gar ein ſo guter Freund iſt von uns. Ich hätt' mich wohl bedanken ſollen, wie Sie die Zeugſchaft gegen uns abgelegt haben? Denn das, fügte ſie leichthin und vollkommen unverfänglich hinzu,das werden Sie mir