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in Feuchtigkeit, daß ſie ein ſtarres, gläſernes Anſehen hatten; das Geſicht war geröthet und eine leichte Un⸗ ſicherheit in Gang und Bewegung verrieth, daß er über dem Beſtreben, die Gedanken, die ihn quälen mochten
zu vergeſſen, die volle Herrſchaft über ſeine Glieder und Sinne verloren habe.
Der Gärtner hielt einen mächtigen Kranz in der Hand, geflochten aus den koſtbarſten Blumen der ſchönen Jahreszeit, in welcher der Flor des Sommers noch nicht verblichen iſt und der Herbſt bereits in Aſtern und Dahlien ſeine Erſtlingsgrüße zu ſchicken beginnt. Als die Thür unerwartet aufging, vermochte er nur zu ſtottern und hielt ſtatt einer Anrede der Schuſterin den Blumenkranz entgegen. Bald gefaßt kämpfte dieſe den aufwallenden Unwillen in ſich nieder und vermochte nun, mit lächelnder Miene und freundlichem Tone ihn willkommen zu heißen.„Wie“, ſagte ſie„der Herr Nachbar Schiebele geben uns auch die Ehre?“
Der von ſeiner Leidenſchaftlichkeit verblendete und jetzt vom Trunke noch mehr erhitzte Burſche verlor bei dem Anblick der hübſchen Frau und bei der Freund⸗ lichkeit, womit ſie ihn zum erſten Male begrüßte, vol⸗ lends den Reſt der ſchwachen Beſinnung, den er noch beſeſſen hatte.„Freilich bin ichs, Frau Nachbarin“, rief er unſicher.„An einem Tag, wie der heutig', kann ich


