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„Nun, nun, tröſte ſich die Frau! Damit hat's ein Ende“, ſagte Gerbl.„Es iſt wie bei einem Wetter. 1 Das Gewölk iſt vorbeigezogen, und der kalte Schlag, den es gethan hat, hat nur erſchreckt und nicht gezündet. Da ſcheint die Sonne hintennach deſto ſchöner.“
„Weiß Gott“, rief die Meiſterin wieder,„ich meine,
der Himmel iſt nie ſo ſchön blau geweſen wie heute.. Wenn ich denke, daß wirklich alle Noth ein Ende hat, daß der Vater wieder heimkommt, mein guter Mann,—
mein lieber, braver Meiſter, ſo iſt es mir, als wenn ich in einem Traume wäre, und alle Augenblicke fürchte ich, daß ich wach werde, und daß die ganze Herrlichkeit verfliegt.“
„Das kann ich mir denken“, ſagte Gerbel lachend. „Aber es iſt doch Wahrheit, und es freut mich faſt ſo ſehr, als es Sie ſelber freuen kann. Ich habe den Rempelmann immer für brav und rechtlich gehalten, hab' es gleich im erſten Augenblick geſagt: Ich glaub⸗ es nicht, daß ein ſolcher Mann über Nacht ein Dieb
und ein ſchlechter Kerl werden ſoll; und nun freut's 1 mich in die Seele hinein, daß ich ſo Recht behalten habe. Ich hab' es immer geſagt, es iſt nichts als ein Streich von dem Sparberger, der heuchleriſchen Wucher⸗ ſeele, und wenn ich's auch nicht beweiſen kann, ich bleibe doch dabei, daß es wahr iſt, und nun erſt gerade recht.“
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