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„Warum das?“ fragte die Meiſterin.
„Weil er nicht einmal heute zu Ihnen kommt“, antwortete der Dreher.„Wenn er ein gutes Gewiſſen hätte, ſo hätte er gleich, wie das erſte Wort davon laut geworden iſt, daß er dem Rempelmann mit ſeinem Verdachte Unrecht gethan hat, zu Ihnen kommen müſſen, und wenn er Sie nicht um Verzeihung bitten wollte, hätte er wenigſtens ein Wörtchen ſagen müſſen, wie leid es ihm thue, daß Sie ſeinetwegen in ſolchen Ver⸗ dacht gekommen, und wie froh er ſei, daß ſein Nachbar nun gerechtfertigt daſtehe. Das hätte ich gethan, wenn ich an ſeiner Stelle geweſen wäre, und er hätte es auch thun müſſen, wenn er ein halbwegs gutes Gewiſſen hätte. Statt deſſen iſt Knall und Fall bei ihm eine wichtige Geſchäftsreiſe vorgekommen. Er hat es gar nicht einmal abwarten können, bis der Rempelmann frei iſt, und hat ſich die Freude entgehen laſſen, zu ſehen, wie der unſchuldig Verurtheilte von den Zünften und Innungen feierlich, unter Sang und Klang in ſein Haus und ſein Geſchäft, zu Weib und Kind zurückge⸗ führt wird.“
Die Meiſterin fuhr mit der Hand über die Augen, in die ihr das Waſſer aufgeſtiegen war.„Iſt es denn wahr“, rief ſie dann,„daß man uns eine ſolche Ehre anthun will? Wollen die Zünfte wirklich zu uns kom⸗


