Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Verlange ich denn, rief die Herzogin eifrig,daß Du Dein Wort nicht halten ſollſt? Verlange ich, daß Du die Geſetze, die Du unüberlegt gegeben, wieder auf⸗ heben ſollſt? Das wäre ſo unklug als Dein erſter Schritt; das hieße Dich zu einem andern Aeußerſten drängen.

Sieh um Dich! Die Stadt iſt in Gährung, das Land

unruhig man iſt ungehalten über den Sturz des Volksminiſters, man denkt vielleicht daran, ihn nicht fallen zu laſſen. Bei ſolchen außerordentlichen Zeit⸗ verhältniſſen müſſen auch außerordentliche Mittel gelten. Gut denn! Die Geſetze, die Du gegeben haſt, ſollen unangetaſtet beſtehen bleiben. Aber was hindert, ihre Wirkſamkeit eine Weile aufzuheben, nur auf ſo lange, bis Ruhe und Gehorſam wiederhergeſtellt ſind, bis jene geordneten Zuſtände wieder beſtehen, mit denen allein regiert werden kann? Oder willſt Du Dir ab⸗ trotzen, willſt Du Dich zwingen laſſen, den Miniſter zu behalten, den Du als Mann neben Dir nicht mehr dulden kannſt?

Zwingen? rief Felix heftig.Wer ſollte es wagen?

Sie haben es ſchon einmal gewagt und mit Er⸗ folg. Was ſollte ſie abhalten, ihr Glück noch einmal zu verſuchen? Beſinne Dich, Felix! Du haſt keine an⸗ dere Wahl. Du weißt, fuhr ſie fort, indem ſie näher