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Gemächer troſt⸗ und raheloſe Stunden in unſeligſter Stimmung zugebracht. Mit ſich iſelbſt allein und mit dem Vorgefallenen beſchäftigt, vermochte er zu keinem Entſchluſſe zu kommen. Im militäriſchen Ueberrocke, den er nachläſſig übergeworfen hatte, ſchritt er aufge⸗ regt hin und her unde warf ſich bald auf die Otto⸗ mane, den glühenden Kopf wider die Seidenkiſſen preſ⸗ ſend, als ob er Kühlung ſuche, bald ſprang er nach wenigen, Augenblicken wieder empor, um die raſtloſe Wanderung von neuem zu beginnen. Auf dem Arbeits⸗ tiſche lag ein offener Brief. So oft er daran vorüber⸗ ſchritt, wollte er die Hand ausſtrecken, denſelben zu er⸗ greifen, aber immer zog er ſie mit einer Art Scheu zu⸗ rück, als fürchte er, ſich an demſelben zu verletzen, und dennoch kehrten immer wieder die Augen nach dem Blatte zurück. Ungeduldig riß er endlich ein ſeidenes Tuch vom Schranke und warf es auf den Tiſch, um ihn zu be⸗ decken.„Verſchwinde, verdammter Mahner!“ murmelte er.„Ich will dich nicht immer vor mir ſehen, dieſe Buchſtaben ſollen mich nicht immer anſtarren wie ſchwarze, fragende Augen! Ruhe, Ruhe!“ rief er dann, ſich vor die erhitzte Stirn ſchlagend.„Wer gibt mir die nöthige Sammlung? Was entreißt mich dieſem Zuſtand, gegen welchen die Qualen der Folter Seligkeit ſein müßten? Ich erliege, ich fühle, daß ich die Kraft nicht habe, dieſen


