Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Sturm zu bändigen, und dennoch kann ich es nicht über mich gewinnen, Jemand in mein Fahrzeug zu mir zu nehmen, meine Ohnmacht zu bekennen und Hülfe zu ver⸗ langen. Wie er vor mir daſtand! fuhr er nach einer Weile nachſinnend und in ſeinem Wandern innehaltend fort.Mit welcher Miene des Stolzes er auf mich herun⸗ terſah, als wäre er der Fürſt und ich ein zitternder, unter⸗

würfiger Knecht, als wäre er der Richter, der dem ver⸗

urtheilten, überwieſenen Verbrecher ſeinen Spruch ver⸗ kündet! Und hatte er denn nicht Recht, wenn er mich ſo anſah? Was bin ich ſonſt? Ich bin ein Verbrecher an dem Heiligſten, an dem Einzigen, was die Geſell⸗ ſchaft der Menſchen zuſammenhält, daß ſie ſich nicht gleich wilden Thieren unter einander zerfleiſchen. Ich habe ſeine argloſe, aufopfernde Freundſchaft hinter⸗ gangen, habe ſein Vertrauen mißbraucht, ſeinen arg⸗ loſen, offenen Sinn getäuſcht! Er hat mir ſein Leben dahingegeben, und ich habe es ihm dadurch gedankt, daß ich ihm ſein Weib, in welchem er das Glück ſeines Lebens zu finden gehofft, entriß. Ich habe das Haus, das er ſich gebaut, mit Schmach bedeckt. Es iſt ſchänd⸗ lich, unerhört! Ich wollte, die Erde öffnete ſich unter meinem ſtampfenden Fußtritt und ſchlänge mich hinab, um mich vor mir ſelber zu verhergen! Warum mußte ich ſie wiederfinden, begann er nach kurzem Nachdenken