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„Seien Sie mir willkommen, Verehrteſter!“ ſagte Graf Schroffenſtein, der ihm entgegengetreten war und vertraulich den Arm in den ſeinigen legte.„Aber Sie werden ſich mit mir tröſten und lernen Geduld zu haben. Es iſt ſtrenger Befehl, Niemand zu Seiner Durchlaucht zu laſſen.“
„Ich muß den Herzog ſprechen. Jede Verzögerung bringt Gefahr. Die Unruhe in der Stadt hat ſchon eine bedenkliche Höhe erreicht. Es müſſen Vorberei⸗ tungen getroffen werden, es müſſen Befehle gegeben werden, und Niemand weiß, wer ſie zu ertheilen hat.“
„Daſſelbe habe ich vorgeſtellt“, ſagte Schroffenſtein⸗ „Aber der Oberkammerdiener verſchanzt ſich hinter den Auftrag Seiner Durchlaucht und will den angedrohten Verluſt ſeines Dienſtes nicht wagen.“
„Aber in des Henkers Namen“, rief der General, indem er den Säbel auf den Boden ſtieß,„was ſoll das werden? Einmal müſſen wir doch ins Klare kom⸗ men. Wer iſt denn Miniſter? Was iſt wahr von all den Dingen, die man ſich erzählt, und was nicht? Iſt der Menſch, der uns ſo lange mit ſeinem freiſinnigen Weſen gequält hat, noch Miniſter? Wo iſt er dann? Warum läßt er ſich nicht blicken? Oder hat die Pro⸗ feſſorenwirthſchaft ein Ende? Wer ſteht dann am Ruder?“


