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„An Ihnen iſt es, zu begreifen, Bornemann, daß Sie bei mir wohl eine Ausnahme machen dürfen. Ich bin im Stande, ſowohl Ihre Entſchuldigung als Ihre Ent⸗ ſchädigung bei Seiner Durchlaucht zu übernehmen.“
Der Oberkammerdiener ſah ihn mit einem Blicke an, in welchem Hochmuth und Spott ſich miſchten. „Mein Auftrag lautet, Niemand zu melden bei Ver⸗ luſt meines Dienſtes. Dem gegenüber gibt es keine Entſchuldigung, und was die Entſchädigung betrifft, ſo möchte ich den Verluſt meines Dienſtes nicht riskiren; denn man will von bedeutenden Verluſten wiſſen, welche Eure Excellenz in neueſter Zeit erlitten haben ſollen.“
„Unverſchämter Burſche!“ knirſchte Schroffenſtein, während der Oberkammerdiener wieder in das Vor⸗ zimmer zurückkehrte.„O daß nur auf eine Stunde die alte Macht wieder mein wäre, um mich an dem Geſindel rächen und mein Kerbholz mit ihm ausgleichen zu können! Aber nur Geduld! Mir iſt, als ginge eine Ahnung durch dieſe Räume, daß ein ſolcher Augen⸗ blick nicht mehr fern iſt.“
Die Hauptthür ſchlug mit ungewohnter Raſchheit ihre Flügel auseinander. General Bauer trat ſporen⸗ klirrend und ſäbelraſſelnd ein.„Melden Sie mich ſo⸗ gleich bei Seiner Durchlaucht!“ rief er ſchon auf der
Schwelle.„Es iſt Gefahr im Verzug.“ 11*


