Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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158 je nachdem Stellung und Lebensklugheit ihnen geſtattete und Beſinnung genug gelaſſen hatte, den Ausdruck ihrer Gefühle zu mäßigen und ihre Gedanken zu verbergen. An der großen Saalthür ſtanden einige Offiziere bei⸗ ſammen, deren einer durch die Schärpe als der Adju⸗ tant vom Dienſte bezeichnet war; am Seiteneingang, der in das Gemach des Herzogs führte, ſtand ein Lakai und neigte das Ohr gegen das Schlüſſelloch, um beim leiſeſten Geräuſche bereit zu ſein, die Befehle des darin wartenden Oberkammerdieners in Empfang zu nehmen. Es iſt, mit einem Worte, eine völlig unbegreif⸗ liche Geſchichte, rief der Adjutant,und bis jetzt müht man ſich vergebens, eine verläſſige Spur zu finden. Nun, ich dächte, entgegnete der Baron Adelhoven, für ein halbwegs geübtes Jägerauge wäre die Fährte ziemlich deutlich zu erkennen. Erinnere Dich, Schrof⸗ fenſtein, was ich Dir vor zwei Jahren geſagt habe, als wir uns auf dem Rathhauſe bei dem Bankett trafen, das die Stadt zur Feier der ſaubern neuen Freiheiten gab! Erinnere Dich, wie mir der Schmuck auffiel, den der Herzog der Dame zum Hochzeits⸗ geſchenke gegeben hatte! Es fuhr mir gleich damals durch den Sinn. Jetzt weiß man, warum er ein ſo koſtbares Cadeau gegeben hat. Ich hatte Recht: der Parvenu war klüger, als wir alle dachten.