Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Eilly mit ihrem alten finſtern Ausdruck,„wie ſich's gehört für ein verlorenes Weibsbild, wie ich eins bin. Aber hab' keine Sorge um mich, Bruder! Ich habe Dir keine Schande gemacht. Ich habe gearbeitet und Hunger gelitten, und ſo iſt die Zeit hingegangen, und alles Andere geht Niemand was an als mich und unſern Herrgott und den, der da drunten liegt.“

„Cilly“, rief der Weber, die Hände zuſammenſchla⸗ gend,„Du biſt zum Fürchten. Wie kannſt Du ſo was thun? Geſteh' nur ein, Du biſt es geweſen, Du biſt heute Nacht ins Leichenhaus eingebrochen, haſt die Blumen zerriſſen und dem Todten ſogar das Crucifix genommen!“

„Was ſoll das Kreuz in der meineidigen Hand?“ fuhr ſie mit dem wildeſten Ausdruck des Haſſes auf. „Man ſoll keinen Spott treiben mit einer ſo heiligen Sache!“

„Aber das iſt unchriſtlich“, entgegnete Will.„Man ſoll ſeinen Haß nicht bis ins Grab treiben.“

„O ja, man ſoll!“ erwiderte ſie wild.„Und ich will's auch! Bis ins Grab und noch darüber hinaus, bis an den jüngſten Tag! Wenn wir dann alle ver⸗ ſammelt ſind, dann will ich unter allen Todten den da herausfinden und will ihn vor unſern Herrgott führen und will ſehen, ob er mir dann auch nicht Red' und