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lauten Rufe:„Die Mutter, die Mutter!“ zwiſchen den Kreuzen und Grabhügeln dahin.
„Cilly!“ ſtammelte der Weber hinzueilend;„ſie iſt es wirklich.“ Er kam eben hinzu, als der Knabe bereits am Halſe des Mädchens hing, das ihn mit einer In⸗ brunſt, die nur der Glut ihres Haſſes zu vergleichen war, an Kopf, Geſicht und Bruſt mit Küſſen überdeckte und an ſich preßte, als ob ſie ihn erdrücken wollte.
Der Knabe, ſonſt faſt unempfindlich gegen jedes Zeichen
voon Zuneigung und widerwillig gegen jede Berührung,
duldete die Liebkoſungen nicht nur, ſondern erwiderte ſie mit gleicher Leidenſchaftlichkeit.
„Cilly! Schweſter!“ ſtieß Will hervor; er war noch immer zu ſehr außer Faſſung, um einen andern Aus⸗ druck für ſein Staunen zu finden.
„Du auch da, Bruder Will?“ antwortete Cilly mit einem Tone, der viel gütiger klang, als er ſonſt bei ihr gewöhnlich war.„Es iſt gut, daß Du da biſt. Ich war eben daran, zu Dir zu kommen.“
„Aber, Cilly, ſag' nur um Himmelswillen“, rief der Weber,„wo Du die ganze Zeit über geweſen biſt? Was haſt Du nur gethan, und wie ſiehſt Du aus! Wie unſer Herrgott am Kreuz, wie die Noth und das Elend ſelber!“
„Dann ſeh' ich aus, wie ſich's gehört“, erwiderte


