Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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ſtanden, war das Schauſpiel zu Ende. Die Menge

verlief ſich auch bald. Nur einzelne Gruppen blieben

zurück und ſahen einer Abtheilung Soldaten zu, welche draußen ſeitwärts auf der Wieſe Aufſtellung genommen hatte, um dem Todten, der im Dienſte und Kampfe gefallen war, beim Einſenken in die Gruft durch drei Gewehrſalven den üblichen kriegeriſchen Abſchied zu geben. Bald war die Trauermuſik und das ſingende Gebet der Prieſter verhallt, der Rauch der Schüſſe war mit dem Weihrauch verflattert, und die Todtengräber hatten mit der kaltblütigen Geſchwindigkeit der Ge⸗ wohnheit ihr Geſchäft verrichtet. In wenig Augen⸗ blicken war das Grab mit Kies und Schollen und den Trümmern früherer, vermoderter Särge wieder aufge⸗ füllt. Dazwiſchen lagen einige Blumenſträuße, welche aus Verſehen oder Vergeſſen nicht mit in das offene Grab hinabgeworfen worden waren.

Unter denen, die dem Begräbniß beigewohnt hatten, war auch der Weber Will in dürftigem Anzug, der durch die Sorgfalt, mit welcher er rein gehalten war, erkennen ließ, daß es der beſte ſein mochte, welchen der Meiſter beſaß, der aber doch in keiner Weiſe zu dem Trauergeleite paſſen wollte. Dagegen war Richard vom Kopf bis zum Fuß in einen ſchönen Anzug von feinem ſchwarzen Tuche gehüllt; der Knabe betrachtete