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in den Puheſtand begeben, und das iſt auch die Urſache, weshalb ich eine blaue Brille tragen muß.“
„Hm, das iſt ja recht ſchade“, ſagte Gerbel.„Dann nimmt's mich freilich nicht wunder, wenn Sie die Dinge in einem beſondern Lichte ſehen. Wenn Sie kranke Augen haben und überdies durch gefärbte Gläſer ſchauen, iſt es wohl nicht anders möglich. Es fällt mir jetzt auch ein, daß ich von Ihrer Inruheſtand⸗ verſetzung gehört habe; aber es hat ja geheißen, Sie ſeien nicht wegen Ihrer kranken Augen gegangen, ſon⸗ dern weil Sie mit dem neuen Schwurgerichte nicht einverſtanden ſind, das wir bekommen ſollen.“
„Thörichtes Geſchwätz!“ brummte der Gerichtsrath. „Was ſollte ich dagegen haben? Und ſelbſt wenn ich gegen ſolche Einrichtungen meine Bedenken erheben müßte, würde ich ſie doch für mich behalten, wenn Seine Durchlaucht einmal die Einführung eines neuen Geſetzes für erſprießlich halten und befohlen haben. Ich habe nichts dagegen! Meinetwegen mögen ſie die ganze Welt umkehren und die Spitzbuben ſelbſt zu Richtern machen. Man wird ja ſehen, was die Rechts⸗ pflege dabei gewinnt und ob die Verbrechen ſich min⸗ dern. Wir haben ja bald Gelegenheit dazu. Schon in den nächſten Tagen ſollen die erſten Aſſiſen, wie die neumodiſche Einrichtung heißt, abgehalten werden.“
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