Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Augen und reichte ihm abgewendet die Hand.Nie wieder, Friedrich! Leben Sie wohl! Sie wendete ſich der Thür zu, Friedrich näherte ſich der entgegengeſetz⸗ ten, indem er mit unterdrückter Stimme ihr ebenfalls noch ein Lebewohl zurief. An der Thür ſtanden beide

ſtill und wendeten ſich nach einander um. Sie hoben

die Arme; es war einen Augenblick, als wollten ſie zu⸗ rückkehren und ſich noch einmal an die Bruſt ſchließen, dann aber traten ſie beide gefaßt zurück. Die Thü⸗ ren ſchloſſen ſich und jedes ging ſeinem Geſchicke ent⸗ gegen.

In den Gängen, welche Führer beflügelten Schrittes durcheilte, wurden bereits überall die Lampen ange⸗ zündet; es war ſchon volle Dämmerung eingebrochen, als er den Schloßhof betrat und über den breiten Platz hinwegſchritt. Vor dem Thore wurden mehrere Geſpanne lediger Pferde, um ſich zu verkühlen, hin und her geführt, und im Vorübergehen hörte Füh⸗ rer von den Knechten zu ſeiner Verwunderung, daß der Herzog nicht, wie er beabſichtigt hatte, zur Jagd nach St.Wendelin gegangen war, ſondern nur einen kurzen Ausflug in die nächſte Umgebung gemacht hatte und auch von dieſem bereits wieder zurückgekehrt war. An Friedrich's Ohr ging es achtlos vorüber, wie die Knechte unter ſich weiter plauderten, daß der Herzog