Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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andern Anſichten als ich, ſie gehört einem andern Glau⸗ bensbekenntniß an, aber als ſie meinen Willen er⸗ kannt, gab ſie mir ihren Segen. Die Bürgersfrau, Eure Durchlaucht, hat von ihrem Sohne nicht gefor⸗ dert, daß er ſeiner Mannesüberzeugung untreu werden ſollte. Und welche Antwort, fuhr er hierauf im ru⸗ higen Geſchäftstone fort, als eben die Dame wieder in das Zimmer trat,habe ich von der Fürſtin zu empfangen?

Sagen Sie dem Herzog, erwiderte die Fürſtin mit zitternder Stimme,daß ich die liebevolle Sorge des Enkels um meine Geſundheit dankend anerkenne! Ich werde gern ſeinem Wunſche nachkommen und meinen Aufenthalt auf Schloß Liebenſtein nehmen. In ſtolzem Ingrimm wendete ſie ſich ab, indem ſie die geballte Fauſt ans Herz drückte. Die herbeieilende Dame reichte ihr den Arm und geleitete die Wankende zum Ruhebette.

Tief athmend trat Führer auf den Corridor und ſchritt, des Wegs nicht achtend, über denſelben in einen Seitengang, der in kürzerer Richtung nach den Ge⸗ mächern des Herzogs führte. In der Erregung, die das Geſpräch in ihm hervorgerufen, beachtete er in⸗ deſſen nicht, daß er an die unrechte Thür gekommen war, und gewahrte es erſt, nachdem er eingetreten und