Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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gelegt wird. Darauf kann ich mich doch wohl ver⸗ laſſen, mein Fräulein? Er verbeugte ſich vor Primitiva, indem er ſeit⸗

wärts trat und Schroffenſtein aus der Fenſterver⸗

tiefung, in welche dieſer ſich zurückgezogen hatte, herbei⸗ rief.Gratulire Ihnen, mein Freund! Die Sache hat ſich gewendet, wie ich es vermuthete. Es war nichts, nichts weiter als ein Mißverſtändniß. Dergleichen kommt ja wohl unter Liebenden vor, nicht wahr, mein Fräulein?

Wirklich 2 ſagte Schroffenſtein.Ich dürfte hoffen?

Fragen Sie die Dame ſelbſt! erwiderte Overber⸗ gen.Setzen Sie den Tag der Vermählung an, machen Sie die Verlobung bekannt und geſtatten Sie mir, daß

ich der erſte bin, der der Reſidenz dieſe intereſſante Neuigkeit verkündet! Geſtatten Sie mir, ſagen zu können, daß ich der glückliche Zeuge geweſen, vor deſſen Augen Sie den Verlobungskuß gewechſelt haben.

Ich weiß nicht, wie ich daran bin ſagte Schroffen⸗ ſtein unſicher.Ich bin ganz außer mir vor Verwun⸗ derung. Aber ich wäre wohl ein Thor, wenn ich mir eine ſolche Aufforderung wiederholen ließe. Er ſchloß Primitiva raſch in die Arme, drückte ihr einen Kuß auf den Mund und ſchritt dann mit Overbergen, der ihm den Arm bot, aus dem Gemache.