und ſteckte ihn in die Taſche. Dem Herzog entging auch dieſe Bewegung nicht.
„Nicht doch“, rief er, ſeine raſche Aufwallung ſchon bereuend,„ich habe Ihnen Unrecht gethan. Tragen Sie immer den NRing an der Hand, es iſt gut, daß ich ihn zu ſehen bekam. Aber muß ich denn ein ſol⸗ ches Geſetz geben?“ fuhr er nach kleiner Pauſe fort. „Ich will das Wohl meines Landes aufrichtig, das wiſſen Sie. Kann ich denn nicht Alles, was darauf abzielt, thun, wie Sie und ich es vorhaben, auch ohne ein ſolches Geſetz?“
„Das können Sie“, erwiderte Führer,„aber wer bürgt Ihnen für Ihren Nachfolger? Wollen Sie alles Gute, das Sie ſchaffen, für die Ungewißheit, nicht für die Dauer geſchaffen haben? Eure Durchlaucht, wären die Fürſten Götter, ſo würde es ein Frevel ſein, ihrem Walten eine Schranke ſetzen zu wollen; die unum⸗ ſchränkte Herrſchaft wäre dann die beſte Regierungs⸗ form und der Segen der Menſchheit; für Menſchen aber liegt neben der unbeſchränkten Macht der Miß⸗ brauch zu verführeriſch nahe.“
„Wir Fürſten ſind alſo eine Art reißender Thiere, gegen deren Wuthanfälle Gitter und Eiſenſtäbe ſchützen müſſen?“
„Ein häßliches Bild, Eure Durchlaucht, und ein
——


