Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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5 unwahres. Schranken gegen rechtloſe Willkür wird ein edler Fürſt nicht fühlen, gegen den Tyrannen ſind ſie nöthig.“.

„Und welchen Schutz kann ein Papier, ein Perga⸗ ment gegen einen ſolchen gewähren? Käme ein ſolcher je nach mir, was würde ihn abhalten, mit einem Feder⸗ ſtrich zu vernichten, was heute ein Federſtrich von mir entſtehen läßt?“

„Das Gefühl des Rechts, das im Herzen des Volks am unverfälſchteſten lebt und das ihm den Weg zeigen wird, ſein Heiligthum zu erhalten!“

„Den Weg jener Nacht, die meinen Vater tödtete, nicht wahr?“

„Im Einzelleben der Menſchen erkennt das Recht die Nothwehr an, ſie beſteht im Leben des Staats nach außen, im Kriege, und nur nach innen ſollte der Staat,

das Volk dies Recht nicht haben? Gegen Gewalt gilt nur Gewalt!“

—₰

Der Herzog ſchwieg einen Augenblick.„Nehmen Sie ſich in Acht, Führer“, ſagte er dann.„Das ſind zweiſchneidige, gefährliche Grundſätze, die Ihre Hinter⸗ gedanken verrathen. Volk und Staat ſind Ihnen eins. Sie ſind in Ihren Gedanken ſchon über die Throne hinweg!“

„Volk und Staat ſind mir eins. Der Thron iſt

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