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es nicht, ſo in die Enge getrieben zu werden. Von einer Abneigung oder wankendem Vertrauen iſt nicht die Rede. Nehmen Sie es einfach, wie ich's gebe: ich will mich nicht drängen laſſen. Wir werden noch Zeit genug haben, das und mehr zu thun. Warum eilen Sie ſo?“
„Weil ich weiß, wie koſtbar die Zeit iſt, und weil dem Menſchen nur die Gegenwart gehört.“
„Sie meinen, ich könnte ſterben und Ihr Werk un⸗ vollendet bleiben? Seien Sie unbeſorgt, in meinem Alter ſind Schlagflüſſe ſelten.“
„Ich habe nicht darauf gezielt, ich wollte nur ſagen, daß ich es für klug halte, was man thun will und kann, nicht zu verſchieben; ich mache in dieſem Augen⸗ blick an mir ſelbſt die Erfahrung, wie bald die Stunde eines Menſchen vorüber ſein kann.“
Ohne es ſelbſt zu wiſſen, hatte Friedrich bei dieſen Worten an den Ring gefaßt, den er vom Herzog beſaß, und drehte ihn wie unwillkürlich an dem Finger. Der Herzog bemerkte es und hielt im Hin⸗ und Herſchreiten inne.
„Sie haben nicht nöthig, mir den Ring an Ihrer Hand zu zeigen“, rief er unmuthig,„ich habe mein Gelöbniß nicht vergeſſen!“
Schweigend zog Friedrich den Ring vom Finger
Schmid, Mütze und Krone. III. 3


