Mäßigung,„kennen die hohe Bedeutung des Geſetzes. Sie kennen die Nothwendigkeit, es ſobald als möglich ſeinen Vorläufern, die ohne daſſelbe bedeutungslos ſind, folgen zu laſſen, ich kann alſo in der Weigerung Eurer Durchlaucht nur die Folge tiefer liegender, mir verborgener Beweggründe ſehen.“
„Solche ſind nicht da“, rief Felix,„aber ich will ſo Wichtiges in beſſerer Stimmung thun, als meine jetzige iſt. Sie wiſſen, daß ich entſchloſſen bin, Ihren Willen zu thun, aber drängen Sie mich nicht!“
„Meinen Willen, Durchlaucht?“ entgegnete Fried⸗
rich ſtaunend.„Bis zur Stunde war ich der Meinung,
es ſei der Wille Eurer Durchlaucht, den ich zu voll⸗ ziehen habe. Sollte das nicht mehr ſein? Sollte es den Gegnern ſchon ſo bald gelungen ſein, die hohe Begeiſterung, der ich meine Berufung verdanke, zu dämpfen?“
„Was reden Sie von Gegnern?“ rief der Herzog. „Halten Sie mich für ein Rohr im Winde, das ſich nach jedem Luftſtrich dreht?“
„Wenn denn die Abneigung Eurer Durchlaucht nicht der Sache gilt“, begann Friedrich nach ſekundenlangem Schweigen,„ſo gilt ſie ihrer Ausführung durch mich — ich beſitze Ihr Vertrauen nicht mehr!“
„Faſſen Sie mich nicht an jedem Wort! Ich liebe


