Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Wir ſind gekommen, fuhr Schroffenſtein fort, Eure Durchlaucht zu bitten, bei Abfaſſung dieſes Grund⸗ geſetzes der Rechte eingedenk ſein zu wollen, deren ſich der Adel des Landes ſeit Jahrhunderten erfreut. Eure Durchlaucht haben Ihr uneingeſchränktes Vertrauen einem Manne geſchenkt, dem wir keine guten Geſin⸗ nungen gegen uns zuzutrauen vermögen. Man bezeich⸗ net ihn als einen Mann, der, vollgeſogen von den ge⸗ fährlichen Ideen der neuern Zeit und in erwieſener Verbindung mit den gefährlichſten Partiſanen des Re⸗ publikanismus, geradezu darauf ausgeht, uns zu ver⸗ nichten.

Alſo eine Anklage gegen meinen Miniſter! Sie thun ihm Unrecht, meine Herren, ich kenne ſeine An⸗ ſichten zur Genüge. Er will nichts, was ich nicht auch gutheißen müßte.

Unmöglich, Eure Durchlaucht! Dem Vernehmen nach ſoll uns die Gerichtsbarkeit über unſere Unterthanen entzogen, Frohnen, Zehnten und Grundreichniſſe ſollen aufgehoben und wir vor gleiches Gericht mit dem Geringſten aus dem Volke geſtellt werden.

Ueber das Letztere können Sie wohl nicht klagen, für alles Uebrige ſollen Sie entſchädigt werden!

O, keine Entſchädigung, Eure Durchlaucht, wird dem Adel Glanz, Einfluß und Wohlſtand erhalten, wenn