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und leichtſinnig genug, mit der Flamme zu ſpielen. Zwar entſchuldigte ſie ſich vor ihrem Innern immer damit, daß dieſe Unterredungen vor aller Augen etwas durchaus Unſträfliches ſeien, aber nicht ſelten betraf ſie ſich in Stunden der Einſamkeit auf Träumen und Vorſtel⸗ lungen, die mit den Pflichten eines treuen Weibes un⸗ vereinbar waren. Sie zeigten nur zu deutlich, daß der verderbliche Funke auch in ihrem Gemüthe gezün⸗ det hatte.
Unklar wogten all dieſe Gefühle und Vorſtellungen auch jetzt in des Herzogs Bruſt durcheinander. Er war den Abend vorher wieder mit Ulrike zuſammengetroffen und dieſe Berührung ſeiner geheimſten Saiten bebte ihm in der Seele nach. Er horchte auf dieſe innern Melodien wie auf eine ferne Muſik und erſchrak bei⸗ nahe, als der neue Oberkammerdiener mit der Meldung eintrat, die Zeit zur allgemeinen Audienz ſei gekom⸗ men. Ehrerbietig fügte derſelbe die Frage hinzu, ob Seine Durchlaucht zu empfangen geruhe.
Es war der frühere Lakai Bornemann, der an des abgeſetzten Kündig Stelle getreten war.
„Wer will zu mir?“ fragte der Herzog.
„Eine Anzahl von adligen Herren, deren Namen hier verzeichnet ſind“, erwiderte Bornemann, eine Liſte auf den Tiſch legend,„und der Baumeiſter Rigollet!“


