derntheils war es das Bewußtſein eines geheimen Unrechts, was den Herzog ihm gegenüber beſchlich und ihn zu ununterbrochener Bezeigung ſeines Wohlwol⸗ lens veranlaßte. Dieſes geheime Unrecht waren des Her⸗ zogs Beziehungen zu Ulrike. Dieſe waren allmälig zu einem Grade gediehen, der den argloſen Führer, wenn er davon Kenntniß bekam, nothwendig aufs tiefſte verletzen mußte. Zwar war es zwiſchen Felix und Ulrike nicht zu einem eigentlich ſtrafbaren Verhält⸗ niß gekommen, allein der Umſtand, daß zwiſchen bei⸗ den ein Geheimniß beſtand, das Friedrich jetzt noth⸗ wendig für immer verborgen bleiben mußte, hatte nicht ermangelt, beide wieder zuſammen zu führen. Der Herzog hatte Ulrike ſeit dem Balle auf dem Stadt⸗ hauſe einige Male in Geſellſchaft getroffen; er hatte immer nur wenige Worte mit ihr gewechſelt und doch reichten ſchon dieſe kurzen Begegnungen hin, in Felix eine mächtige Leidenſchaft zu entflammen. Dieſe ward vielleicht gerade deshalb noch heftiger, weil er den Be⸗ ſitz des Gegenſtandes derſelben für ſich unerreichbar ſah und überdies genöthigt war, ſie aufs ſorgfältigſte zu verbergen. Nur Ulrike gegenüber, ſo wenig und ſo ſcheinbar Unbedeutendes ſie auch zuſammenſprachen⸗ ſchlug die gewaltſam niedergehaltene Flamme aus jedem Worte, jedem Blicke hervor, und dieſe war eitel
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