Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Herzogin vereitelt worden war, nachher auf Friedrich's Andringen unbedenklich wieder vorgenommen und fort⸗ geſetzt hatte. Dieſelbe war denn auch wiederholt zum Abſchluſſe gediehen und das Geſetz ſollte nun durch des Herzogs Unterſchrift als ſolches bezeichnet werden. Ein Hauptbeweggrund, weshalb der Herzog den Anträgen ſeines Miniſters nicht entgegentrat, war ein dunkles Ge⸗ fühl der Beſchämung, welches den Fürſten bei ſeinem Anblick unwillkürlich überkam. Er ſcheute ſich, vor dem⸗ ſelben, nachdem er ſeinen feſten und ernſten Sinn voll⸗ kommen kennen gelernt hatte, einzugeſtehen, daß er der Sache, für welche dieſer glühte, nahezu überdrüſſig geworden war. Um endlich das Bild vollkommen zu machen, darf nicht unerwähnt bleiben, daß Felix im⸗ mer deutlicher zu dem Bewußtſein kam, daß die Regie⸗ rungsweiſe ſeiner Vorfahren eine bequemere ſei als die, welche er ſich vorſchrieb. Er ahnte den lockenden Reiz unumſchränkter Machtvollkommenheit und dachte mit Scheu daran, daß er ſich ſelber Schranken zu ſetzen im Begriff ſei.

Hatte ſich der Herzog auf dieſe Weiſe von Fried⸗ rich's politiſchem Wirken etwas abgewendet, ſo hatte dieſer dennoch perſönlich in ſeiner Gunſt eher gewon⸗ nen als verloren. Einestheils nöthigte Friedrich's Charakter ihm unwillkürlich erhöhte Achtung ab, an⸗