Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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ſeinem Gemach. Er hatte eine Menge Papiere und Schriften vor ſich, die alle auf ihre Erledigung warte⸗ ten, doch gingen ſeine Blicke darüber hinweg nach dem Fenſter. Draußen begann eben die ſtärker werdende Sonne den Nebel niederzukämpfen. Im Gemüthe des jungen Fürſten war ſeit ſeiner Thronbeſteigung eine Ver⸗ änderung eingetreten, die Niemand ahnte und die er ſich ſelbſt kaum zu geſtehen wagte. Als das Scepter ſo raſch und unvermuthet in ſeine Hand gelegt wor⸗ den war, hatten ihn dies Ereigniß ſowie die daſſelbe

begleitenden Vorgänge in eine erhöhte Stimmung ver⸗

ſetzt, in welcher er Entſchlüſſe von der größten Trag⸗ weite mit dem Feuer der Begeiſterung auf ſich nahm. Er glich einem Manne, der in der Haſt einer edlen Aufwallung eine Pflicht übernimmt, die ihm mit der Zeit läſtig und unbequem wird. Als er ſich entſchloß, Führer zum Miniſter zu machen und mit ſeiner Hülfe das Ideal einer humanen Regierung zu verwirklichen, war es ihm damit heiliger Ernſt geweſen. Dieſes Ideal, ein Ueberreſt ſeiner Studienzeit war, durch den furchtbaren Anblick eines empörten Volks, der ihm in vollem Maße geworden, mit neuem Farbenreiz vor ihn getreten. Es ſollte ins Leben treten, deſſen war er

Zu gleicher Zeit ſaß Herzog Felix gedankenvoll in

ſich vollkommen bewußt; nur die Art und Weiſe, wie