Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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geſagt, daß Du Dich ändern und künftig meinem Wil⸗

len fügen mußt!

Ich muß? Das wagſt Du mir zu ſagen, Du

Ich ſag' es Dir und werde darauf halten. Du wirſt fortan Deine Lebensweiſe umkehren, wirſt das Haus zur Regel und die Geſellſchaft zur Ausnahme machen.

Ulrike war, Friedrich's zornigem Ernſt gegenüber, in einen Thränenſtrom ausgebrochen.Weh mir, rief ſie und verbarg das Antlitz in den Kiſſen des Sophas, in das ſie geſunken war.So ſprichſt Du mit mir! O meine gute, liebe Mutter, ſo ſpricht der Mann mit Deinem Kinde, der Dir gelobte O, wenn Du das erlebt hätteſt!

Wie von einem elektriſchen Schlage gerührt, ſtand Friedrich bei dieſen Worten vor ihr ſtill.Nenne Deine Mutter nicht, Unglückliche! rief er.Beherzige, was ich Dir geſagt, handle darnach und zwinge mich nicht, Dich vor ein Sterbelager des Leichtſinns zu füh⸗ ren und Dir Dinge zu erzählen, die Dir beſſer für immer verborgen blieben!

Damit wandte er ſich und verließ das Zimmer. Ulrike blieb mit ihren Thränen und mit einem von

den verſchiedenſten Empfindungen zerriſſenen Herzen zurück. 2*