terkeit erſpart haben, Dir zu wiederholen, was ſie ſagte!“
„Iſt's möglich? Auch Du?“
„Auch ich! Oder denkſt Du, ich ſähe nicht, weil ich bisher ſchwieg? Ich habe geſchwiegen, weil ich auf Dich vertraute, daß Du ſelbſt aus dem Traume Deiner lee⸗ ren Vergnügungen aufwachen und in den Kreis Dei⸗ ner häuslichen Pflichten zurückkehren würdeſt. Du tha⸗ teſt es nicht! Du denkſt nicht daran, es zu thun! Das beweiſt mir Deine heutige Forderung! Viſſe alſo, ich wiederhole Dir die Ermahnung meiner Mutter!, Sieh jedes ihrer Worte als von mir geſagt an!“
„Friedrich, welch eine Sprache führſt Du gegen mich!“
„Die Sprache des Mannes. Schreib' es Dir ſelber zu, daß Du ſie zu hören bekommſt! Du verkennſt Deine Stellung. Bin ich auch auf einen Poſten gehoben, der mich der Ariſtokratie gleichſtellt, ſo ändert das an mir nichts. Meine Anſichten, meine Grundſätze ſind dieſel⸗ ben! Ich bin nicht der Thor, der glaubt, daß mit der Einnahme die Bedürfniſſe wachſen müſſen—“
„O, ich bitte Dich, abzubrechen— ich weiß genug!“
„Ich bedauere, daß ſolche Erklärungen nothwendig geworden ſind, aber ich kann ſie Dir nicht erſparen; und da wir einmal ſo weit gekommen ſind, ſo ſei es


