ſoll?“
Friedrich, ſchon vorher aufgeregt, war warm ge⸗ worden.„Das kann geſchehen“, antwortete er.„Es ſoll auch geſchehen. Dies Haus iſt mein Eigenthum; es iſt ein ſchöner, werthvoller, allen vernünftigen An⸗ ſprüchen entſprechender Beſitz—“
„Meine Anſprüche gehören alſo in die Reihe der unvernünftigen!“
„Es wäre Lüge, zu widerſprechen. Ja, Dein Be⸗ gehren iſt unvernünftig! Und wenn Du bedächteſt, wie werth mir das Haus iſt, das Haus, in dem mein Va⸗ ter den größten Theil ſeines Lebens verbrachte, wo er ſchuf und waltete und ſtarb, das Haus, das die Le⸗ bensfreude meiner Mutter iſt— wenn Du das Alles nur halbwegs bedächteſt, würdeſt Du mit einem ſolchen Begehren nicht kommen! Oder könnteſt Du denken, daß ich das Haus verließe und meine Mutter allein zurück⸗ bleiben ſähe? Nimmermehr!“
„Leider, daß Dir Deine Mutter mehr gilt als Deine Frau! Ich hab' es ſchon erfahren!“
„Du haſt nichts erfahren, als daß Dir die würdige alte Frau eine Bemerkung Aber Deine Lebensweiſe in der vornehmen Welt machte! Hätteſt Du darauf ge⸗
achtet! Es würde Dich gut gekleidet und mir die Bit⸗
Schmid, Krone und Mütze. III. 2
„Wollteſt Du mir vielleicht erklären, was das heißen


