Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

ich meine. Unſere Wohnung hier dürfte den unver⸗ meidlichen Anforderungen eben doch nicht ganz ent⸗ ſprechen.

Warum das nicht? Iſt ſie nicht geräumig und bequem, wie vielleicht wenige in der Stadt?

Allerdings, aber altmodiſch. Es wird nicht mög⸗ lich ſein, daraus ein comfortables Ganzes zu ma⸗ chen. Und dann die Lage in dem abſcheulichen engen Gäßchen! Es iſt kaum möglich, daran vorzufahren und zwei Wagen könnten gar nicht an einander vorbei.

Friedrich runzelte die Stirn.Dem iſt nun einmal nicht abzuhelfen, ſagte er.

O doch, fiel Ulrike ein,allerdings wäre abzu⸗ helfen, wenn Du wollteſt.

Wenn ich wollte?

Es gibt der ſchönen Wohnungen genug in der Stadt. Wenn Du Dich entſchließen wollteſt, eine an⸗ dere Wohnung zu nehmen

Davon kann nicht die Rede ſein, rief Friedrich und ſtand auf.

So entſchieden? fragte Ulrike pikirt.

Ein⸗ für allemal. Das iſt eine Thorheit und ſolchen beugt man am beſten raſch mit einem Male vor. Ich wollte, ich hätte es in allen Dingen ſo ge⸗ halten.