Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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dürfen. Damit erhob er ſich, ergriff ſeinen Hut, ſteckte die erſt erhaltenen Papiere zu ſich und bot der Räthin die Hand zum Abſchied.

Sie ergriff ſie und hielt ſie feſt.Alſo darf ich um Dich wirklich unbeſorgt ſein? Und jene Nachrichten, die Du eben erhieltſt, hängen alſo mit dem, was ich Dir erzählte, zuſammen?

Mindeſtens theilweiſe, ſagte Friedrich.Aber ich beſitze einen Schutzgeiſt, Mutter, der über mir wacht und mir geweihte Waffen zu dem Kampfe gibt, dem ich entgegengehe!

Auch ich glaube an eine ſolche Macht über Dir, erwiderte fromm die Mutter.Ihr vertraue ich und ſo leb' wohl.

Friedrich ging. Auf dem Hausflur trat im Ulrikens Mädchen entgegen und meldete, daß ihn ihre Gebieterin erwarte und zu ſprechen wünſche. Friedrich hatte ſich über den Vorfällen des Morgens ſchon länger zu Hauſe verhalten, als es ſonſt ſeine Gewohnheit war. Die Zeit drängte ihn; auch brannten die verhängniß⸗ vollen Papiere auf ſeiner Bruſt wie Feuer und mahn⸗ ten zur Eile. Schon wollte er dem Mädchen eine ent⸗ ſchuldigende Antwort auftragen, doch beſann er ſich anders und folgte ihm.

Er begrüßte Ulrike beim Eintritt in ihr Zimmer