Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Verwundert blickte Friedrich ſie an.Nochmals, ſagte er,wie kommen Sie nur darauf?

Die Räthin zögerte.Weil ich, ſagte ſie dann, ſchon ſeit geraumer Zeit weiß, daß Du Feinde haſt und daß es Leute gibt, die Alles daran ſetzen, um Dich aus Deinem Poſten zu drängen und Deine Abſichten zu vereiteln.

Das wiſſen Sie, ſagte Friedrich,und haben es mir verſchwiegen? Gute Mutter, ich kann mir denken, was Sie gelitten haben müſſen.

Es hat mich allerdings manchen Strauß gekoſtet, erwiderte die Räthin,aber wenn ich mir Alles über⸗ dachte, meinte ich doch zuletzt immer wieder, es ſei beſ⸗ ſer, Dir nichts zu ſagen. Ich wußte ja, daß Du nur Gutes vorhaſt; dabei iſt Gottes Segen, und ſo dachte ich, ich könne es wohl ihm und Deinem redlichen Wil⸗ len überlaſſen, es zu Ende zu führen.

Und was wiſſen Sie, Mutter? begann Friedrich. Verſchweigen Sie mir jetzt nicht, was Sie wiſſen.

Die Räthin erzählte kurz und einfach den von Over⸗ bergen erhaltenen Beſuch und ihr Geſpräch mit ihm.

Friedrich hatte nachdenklich zugehört.Ich kenne den Mann, ſagte er dann,und will den Gang mit ihm beſtehen. Ich wiederhole Ihnen aber, liebe Mut⸗