Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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und traurig an und ſagte halblaut:Die Mutter iſt ſchon lange fort!

Was? Fort iſt ſie? rief die Räthin.Das wäre mir nicht übel! Fort iſt ſie und hat Dich dagelaſſen? Und Du weißt am Ende gar nicht, wo ſie iſt?

Der Knabe ſah nicht auf, aber ſchüttelte traurig den Kopf.

Aber um des Himmels willen, was iſt ihr denn in den Sinn gekommen? Das iſt ja das erſte Wort, das ich höre. Da hat Dich der arme Will nun ganz auf dem Halſe! Ei, ei, da muß ich doch gleich und weiß der Weber auch nicht, ob ſie wiederkommt und wann? So rede doch und ſieh nicht vor Dich hin wie ein Stock!

Der Knabe regte ſich nicht und ſchwieg.

Die Räthin wollte eben weiter in ihn dringen, al⸗ lein das Wort blieb ihr im Munde ſtecken. Ihr Blick war mit einem Male auf Friedrich gefallen, der in⸗ zwiſchen das Packet geöffnet hatte und nun bleich, im höchſten Grade erſchüttert, in ein darin enthaltenes Pa⸗ pier ſtarrte, das in ſeiner Hand zitterte.

Was iſt Dir, Friedrich? rief die Räthin aufſprin⸗ gend.Was iſt geſchehen, daß Du ſo erſchrickſt? Sie

wollte auf Friedrich zueilen, allein dieſer trat ihr, raſch

gefaßt, entgegen und rief:Nichts, Mutter, es iſt in