Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Dich meine Rede nicht verdrießen, ſagte ſie dann.

Daß Dich wurmt, was ich ſage, iſt eben ein Beweis, daß ich Recht habe. So viel iſt wenigſtens klar, daß ſich Deine Frau mein Zureden nicht zu Herzen genom⸗ men hat. Faſt hätte ich's geglaubt, wie ſie damals nach unſerm Geſpräch ſo ungewöhnlich früh nach Hauſe kam.

That ſie das? fragte Friedrich.

Allerdings. Zufällig aber hatte ſich's ſo getroffen, daß ich ſchon zu Bett war, und Du Du warſt aus⸗ gegangen oder hatteſt ja damals Deinen geheimniß⸗ vollen Beſuch im Thurmzimmer.

Durch Friedrich's Seele zog eine dunkle Ahnung. Wie geſagt, fuhr die Räthin fort, nanfangs glaubte ich, ſie wolle in ſich gehen, es war aber nichts, als daß ſie eben an dem Tage, vermuthlich aus Aerger über mich, Kopfweh hatte, ihr Mädchen ſagte mir's den Tag darauf. Seitdem aber lebt ſie wieder drauf los, als wollte ſie mir's zum Poſſen thun, und iſt ſie früher ſpät nach Hauſe gekommen, ſo kommt ſie jetzt noch ſpäter!

Die gute Frau war eben daran, ſo recht in Zug zu gerathen, als der für Beppo angenommene neue Diener eintrat und zu Friedrich's großer Befriedigung das Geſpräch unterbrach.