Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Thun Sie es immerhin, Mutter, erwiderte Fried⸗ rich lächelnd.Ich will Ihre Sorgfalt für mich auch nicht im Kleinſten ablehnen.

Das iſt liebenswürdig von Dir, entgegnete die Räthin geſchmeichelt, indem ſie das Frühſtück zurecht machte,aber es iſt im Grunde auch nicht mehr als meine Schuldigkeit. Die Hand, von welcher Dir die Taſſe doch wohl beſſer munden würde als von Deiner alten Mutter, iſt nicht da und ſo muß wohl ich das Amt der Hausfrau ausüben.

Wo iſt Ulrike? fragte Friedrich etwas gedrückt. Schläft ſie noch? ,SDas weiß ich nicht, Kind, aber ich glaub' es faſt. Ich hatte heut Nacht einmal wieder Beſuch von dem Reißen im linken Arm, das mich ja ſchon ſo lange quält; da war ich wach und hörte ſie nach Hauſe kom⸗ men. Es war ſchon weit nach Mitternacht und Du weißt wohl, nach einer halb durchwachten Nacht geht's zäh aus den Federn. 1

Ich bitte, Mutter, fiel Friedrich ein,laſſen wir das. Verderben Sie mir den Morgen nicht.

Gott behüte, daß ich das wollte, entgegnete die Räthin,aber da ſich eben die Rede ſo gibt, ſo möchte ich Dich doch fragen: Haſt Du mit Deiner Frau wegen des bewußten Punktes ſchon geſprochen?

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