Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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erwarte ihn.Schon ſo ſpät? rief Friedrich und ſprang auf, ſeinen Anzug zu vollenden. Beppo ging ihm dabei an die Hand, trug die verlangten Kleider herbei, räumte den Schlafrock weg und hielt ihm zuletzt den Rock ausgebreitet hin, ſodaß Friedrich nur hinein⸗ zufahren brauchte. Wie es geſchehen war, machte ſich der Alte etwas am Rockſchoß zu ſchaffen, indem er ſich niederbeugte und that, als ob er ein Stäubchen weg⸗ putzen wolle, von dem aber in Wirklichkeit nichts zu ſehen war. Mit einem Mal fühlte Friedrich einen warmen Tropfen auf ſeine Hand fallen; überraſcht ſah er Beppo an und bemerkte jetzt erſt, daß ihm die Thrä⸗ nen dicht über die Wangen liefen.Was haſt Du denn, närriſcher alter Menſch? fragte er ihn gutmü⸗ thig.Warum weinſt Du?

O verzeihen Sie mir, Signor, preßte der Alte hervor,ich weine, weil es heut das letzte Mal iſt, daß ich Sie bediene. Das drückt mir faſt das Herz ab, und doch per Dio, Signore, ſo lieb ich Sie habe, ich kann nicht anders!

Ich danke Dir, treue Seele, antwortete Friedrich, für Deine Anhänglichkeit. Haſt Du Dich aber ent⸗ ſchließen können zu gehen, ſo zeige auch, daß Du es

auszuführen vermagſt. Beſuche Dein Vaterland, freue

Dich an ſeinem Aufblühen; ſollteſt Du es aber nicht