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daß das Frühſtück bereit ſei. Wie mechaniſch ließ ſie ſich von dem Mädchen ankleiden, das ihre Gebieterin noch nie ſo geſehen hatte.
In dieſer Beſchäftigung wurden beide durch Ger⸗ traud's Ankunft unterbrochen, die zuerſt an die Thür klopfte und dann den Kopf halb neugierig, halb ver⸗ legen zur Thür hereinſteckte.„Guten Morgen, Fräu⸗ lein!“ ſagte ſie.„Darf man herein? Ich will hoffen, daß Sie gut geſchlafen haben unter meinem Dach! Und was denken Sie, daß ich ſchon in aller Frühe bringe? Einen Beſuch, gewiß und wahrhaftig einen Beſuch!“
„Von wem?“ fragte Primitiva verwundert.
„Er hat mir dieſe Karte gegeben“, ſagte Gertraud. „Er wiſſe wohl“, ſagte er,„daß es ſich nicht ſchicke, Sie ſchon ſo früh zu beläſtigen, aber er müſſe durch⸗ aus mit Ihnen ſprechen.“
Primitiva nahm die Karte und las: Clemens, Graf von Schroffenſtein!„Er?“ ſagte ſie halb für ſich hin.„Was mag er wollen? Woher weiß er meine Anweſenheit? Doch gleichviel“, fuhr ſie, wie von einem plötzlichen Gedanken ergriffen, fort,„ich will ihn ſehen.“
„So will ich den Herrn unten in die Stube führen“, ſagte Gertraud,„und ihm ſagen, daß Sie kommen.“


