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Primitiva nickte. Wenige Minuten nachher ſtand ſie Clemens gegenüber.
Eine Stunde mochte verfloſſen ſein, als ſie, zur Reiſe gekleidet, an Clemens' Arm aus der Caſtellans⸗ wohnung trat und von Gertraud's Segenswünſchen ge⸗ leitet in den Wagen ſtieg, welcher inzwiſchen vorgefah⸗ ren war. Sie war ungwöhnlich bleich, aber um ihre Züge floß eine unausſprechliche Milde, wie Glorie der Verklärung.—
Der Wagen rollte dahin.
Clemens kehrte zum Schloſſe zurück. Oben am Rande der Treppe trat ihm ſein Vater, der ſich unter dem Vorwande einer Unpäßlichkeit von der Jagd los⸗ gemacht hatte, mit fragenden Blicken entgegen.
„Nun?“ ſagte er geſpannt.
„Laſſen Sie die Verlobungskarten ſtechen, Papa“, antwortete Clemens mit leuchtenden Blicken.„Wir ſind
gerettet!“
Ende des zweiten Bandes.
Druck von Bär& Hermann in Leipzig. Papier von Julius Lange in Jeßnis bei Deſſau. *


