etwas verſchüchtert,„wenn Du mir folgteſt, wenn Du aus dem Haus fortgingſt, wo doch nichts Gutes da⸗ heim iſt.“
„Ich darf nicht fort aus dem Haus“, flüſterte Marie wie für ſich hin,„die Mutter läßt mich nicht— und dann, wo ſoll ich draußen hin in der weiten Welt?“
„Bin ich nicht da?“ rief Huber und ſein ganzes Weſen, jeder Ton, jede Bewegung zeugte von ſo tiefer und zarter Theilnahme, daß man Mühe gehabt hätte, den kräftigen, rohen Burſchen zu erkennen, als der er ſonſt erſchien.„Glaubſt Du, ich würde Dich verlaſſen? Geh' mit mir“, fuhr er nach einem kleinen Innehalten fort.„Ich hab' nicht viel, aber was ich verdien’, wird für mich und Dich und wohl noch weiter ausreichen, wenn Du mit mir gingſt, als mein Weib.“
Er ſchwieg und ſchien eine Antwort zu erwarten. Marie ſah vor ſich hin, das Geſicht war ſtarr wie immer, aber ein fieberhaftes Beben des ganzen Körpers zeigte, daß ſie das Geſprochene nicht gleichgültig anhörte.
Mühſam preßte ſie endlich die Worte heraus:„Ich dank' Dir, Martin, aber ich kann halt nicht. Du biſt ein ehrlicher Menſch, was wollteſt Du Dein Herz in die Lache werfen und Dir ein Laſter auf den Hals binden, wie ich eins bin.“
„Red' nicht ſo, Marie“, antwortete Huber beinahe


