Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

47⁷

erwachen und nicht gleich zu wiſſen, was mit ihr vor⸗ ging. In der nächſten Sekunde jedoch hatte ſie den vor ihr Stehenden erkannt und ſtieß ihn nun mit einem wilden Aufſchrei von ſich, daß der nicht ſchwäch⸗ liche Mann taumelte und ſich anhalten mußte.Zu⸗ rück von mir, Sternwirth, ſchrie ſie,zurück, Deine Augen ſind giftig zurück!

Was unterſtehſt Du Dich, Canaille? rief Moſer wuthbebend.Du legſt Hand an mich und tractirſt mich wieder als Sternwirth? Wart,, ich will Dich fühlen laſſen, daß ich Dein Stiefvater bin. 1

Damit ergriff er einen ſtarken Prügel unter dem Herde und wollte auf Marie los, die vorgebeugt in die Kniee geſunken war, als erwarte ſie geduldig die gedrohte Mißhandlung. Dabei ſtarrte ſie unbeweglich in eine Ecke und murmelte wie geiſtesabweſend unzu⸗ ſammenhängend vor ſich hin.

Biſt Du da, Mutter? Schön, daß Du da biſt, nun wird der Sternwirth Deine Tochter nicht ſchla⸗ gen, Du leideſt es nicht. Da ſtehſt Du in der Ecke mit dem blutigen Streif an der Stirn. Ja, droh' ihm nur. O Mutter, meine liebe, gute

Der Reſt verlor ſich in völlig unverſtändliches Ge⸗ flüſter.

Schon bei den erſten Worten hatte Moſer inne ge⸗

Schmid, Mütze und Krone. II. 2