fürs Andere iſt die Zeit der Unruhe auch wieder vor⸗ bei. Jetzt heißt's wieder Friede halten und ſich unter einander vertragen!“
„Ich dank' Ihnen für die gute Meinung, Herr Gerbel“, erwiderte Huber etwas beſänftigt.„Ich kenn' Sie recht gut, und es iſt ſchön von Ihnen, daß Sie nicht zu ſtolz ſind, ſich da unter uns gemeine Leut' hereinzuſetzen und mit uns luſtig zu ſein. Ich will Ihnen folgen, weil ich weiß, daß Sie ein Mann ſind, der den Arbeiter auch was will gelten laſſen. Der Schreiber kann ſich bei Ihnen bedanken, der wär' mir grad' recht gekommen, um meinen Zorn an ihm aus⸗ zulaſſen—“
„Laßt Euern Zorn, mein Freund“, antwortete Ger⸗ bel.„Ich habe vorhin wohl gehört, was Ihr ſagtet, und weiß, was Ihr meint. Darüber aber ſeid außer Sorgen. Es ſoll und wird Alles bleiben, wie es iſt: es ſoll nichts mehr zurückgehen, darauf könnt Ihr Euch verlaſſen! Vorwärts ſoll's gehen! Wir werden die herrlichſten Freiheiten und Privilegien bekommen. Die Erlaſſung der Steuer iſt nur das Vorſpiel. Haben wir nicht ſchon die allgemeine Amneſtie erhalten? Da, mein Freund, ſtoßt an und trinkt mit mir auf die neue Zeit! Der neue Herzog und ſein neuer Miniſter wer⸗ den uns noch vieles Gute erleben laſſen!“


