Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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kenne nur zwei wahre und darum allein mögliche Staatsformen, die volle Alleinherrſchaft und den voll⸗ kommenen Freiſtaat. Ein Mittelding gibt es nicht und jeder Verſuch zur Vermittelung iſt Halbheit, Schein, Selbſttäuſchung oder geradezu Betrug. Ich glaube nicht, daß ein Fürſt der Erde, wenn er nur ein Jahr lang die Krone getragen und ſich an die Vogelper⸗ ſpective gewöhnt hat, ernſtlich vermitteln will. Ich glaube es auch von dieſem Herzog nicht. Thoren, die von einem patriarchaliſchen Verhältniſſe zwiſchen Fürſt und Volk faſeln! Sie ſind Todfeinde und jeder Ver⸗ trag unter ihnen iſt nur ein Aufſchieben des Vernich⸗ tungskampfes, der, wenn einmal das Bewußtſein der Völker allgemein erwacht ſein wird, unvermeidlich iſt! Warum zu ſolchen Verſuchen, zu ſolchen Pflanzungen, die ſich mitten im reißenden Strom halten wollen, die Hand bieten? Laß die Zeit ihre Aufgabe in der Ge⸗ ſchichte erfüllen, aber die Erfüllung erwarte Du auf Seite der Partei, zu der Dich Geburt und Ueberzeu⸗ gung geſtellt haben. Gehe nicht, um zu unterhandeln, zu dem verkappten Feinde Deiner Freunde über. Ich kenne Deine Luſt an Extremen lange, erwi⸗ derte Friedrich,aber die Sache iſt ſo gefährlich nicht. Der Herzog hat den beſten Willen. Jetzt, für den Augenblick! Das will ich zugeben!

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