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befragt.„Und darf man wiſſen, was der neue Herzog bei Dir wollte?“
„Auch das iſt kein Geheimniß“, antwortete Friedrich. „Er war bei mir, weil er meine Anſichten über das Regierungsweſen kennt und theilt und weil er ent⸗ ſchloſſen iſt, ſie zur Ausführung zu bringen. Er hat mir das Miniſterium angeboten.“
„Dir? Meinem Sohne? Das ſind ja unerhörte Dinge!“ rief die Räthin und ſchlug ſtaunend die Hände zuſammen. Ulrikens Blicke leuchteten.
Riedl rief haſtig:„Du haſt das Anerbieten doch ausgeſchlagen?“
„Das habe ich nicht gethan“, erwiderte Friedrich. „Vielmehr bin ich bereit, mein Leben an die Erfüllung meiner Ueberzeugung zu ſetzen.“
Riedl ſchwieg und ſah einen Augenblick wie betre⸗ ten zu Boden. Dann ergriff er Friedrich's Hand, ſchüt⸗ telte ſie herzlich und ſagte mit trübem Ernſt:„So lebe wohl; unſere Wege ſcheiden ſich hier.“
Friedrich war von Riedl's Benehmen um ſo mehr überraſcht, als der Spott in ihm die vorherrſchende Ader und der trübe Ernſt eine ungewöhnliche Erſcheinung war.
„Sei doch nicht thöricht!“ rief er.„Warum willſt Du Dich von mir trennen? Können wir meiner neuen Stellung wegen nicht mehr Freunde ſein?“


