Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Sie umarmten ſich und in dieſem Augenblicke ſchlu⸗ gen ihre Herzen, von denſelben Hochgefühlen geſchwellt, an einander.

Nun raſch ans Werk, rief dann der Herzog. Dieſen Morgen erwarte ich Sie in meinem Kabinet, Ihr Amt zu übernehmen. Bis dahin mögen Sie noch ſich ſelber angehören. Und nun leben Sie wohl!

Ohne ſich weiter aufhalten zu laſſen, eilte der Her⸗ zog hinweg und ließ Friedrich in großer Beſtürzung zurück, welcher er jedoch ſogleich durch das Eintreten ſeiner Mutter entriſſen wurde. Hinter ihr kam Riedl; auch Ulrike trat leiſe ein.

Es war inzwiſchen vollkommen hell geworden.

Iſt es möglich? fragte haſtig die Räthin, die durch Ulrike die Ankunft des Beſuchs, ſowie deſſen Stand erfahren hatte.War das wirklich Seine Hoheit unſer gnädigſter Herr Erbprinz? Und iſt wahr, was Beppo erzählte, daß den alten Herzog der Schlag ge⸗ troffen hat?

Alles iſt wahr, was Sie ſagen, liebe Mutter, entgegnete Friedrich.

Ei, das iſt ja eine außerordentliche Ehre, daß Seine Durchlaucht mein Haus beſucht haben! Hätte ich das nur gewußt, ich hätte

Riedl hatte indeß Friedrich begrüßt und gleichfalls