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169 dig ſind. Dabei erkannte ich klar und beſtimmt, daß ich allein nichts zu thun vermag. Ich habe mich darum nach einem Gehülfen, nach einem Freunde umgeſehen, der, mir zur Seite ſtehend, mich unterſtütze. Meine Wahl fiel auf Sie!“
„Auf mich?“ rief Führer haſtig und mit abwehren⸗ der Geberde.
„Auf Sie, Führer“, erwiderte der Herzog.„Sie kenne ich und habe Vertrauen zu Ihnen. Laſſen Sie uns denn die frühern Beziehungen erneuern. Seien Sie mein Freund und erſter Rathgeber; vereinigt wollen wir wirklich machen, was wir für wahr er⸗ kannten, vereinigt wollen wir das große Werk des Menſchenglücks beginnen.“
„Durchlaucht“, antwortete Friedrich nach einer kleinen Pauſe,„dieſe Aufforderung kommt mir zu überraſchend, als daß ich gleich darauf erwidern könnte. Gönnen Sie mir Zeit—“.
„Wozu?“ rief der Herzog.„Hat das Leben mir Zeit gelaſſen, mich zu bedenken? Theilen Sie denn die Laſt mit mir und weigern Sie ſich nicht!“
„Ich kann mir nicht zutrauen, die nöthigen Fähig⸗ keiten zu dieſer ausgezeichneten Stellung zu beſitzen. Ich habe bisher nur der Wiſſenſchaft gelebt und bin in Geſchäften fremd.“


