Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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einer Landſchaft den Ausſichtspunkt zu bilden, nicht auch um beſtiegen zu werden?

Wir wollen uns nicht gleich am erſten Tage un⸗ ſerer Bekanntſchaft ereifern und ſtreiten, lenkte die Räthin ein.Ich ſehe wohl, daß Sie, meine Tochter, auch zu der Fahne gehören, die nicht die meinige iſt. Gott weiß, wie das kommt, es muß in der Luft liegen, daß die ganze Jugend ſolche Gedanken hat. In Gottes Namen denn, probirt es, Ihr jungen Leute, wie weit Ihr damit kommt! Ich verlange nicht mehr mitzugehen. Aber ich möchte doch rathen, ſich nicht gar zu hoch zu verſteigen, und wenn es auch nur in Gedanken wäre. Die Leute, die das thun, ſind meiſtens da, wo ſie zu Hauſe ſein ſollten, nicht recht zu gebrauchen.

Die Alte hatte ſich unwillkürlich in eine Art Un⸗ muth hineingeredet, doch fühlte ſie es ſelbſt und ſtand daher auf, um zu Ulrike ans Fenſter zu treten.Ich ſage das nicht zu Ihnen, Herzchen, fuhr ſie fort.Uns Frauen berührt ja das Alles eigentlich nur von fern und mittelbar. Auch ſind Sie zu klug, um nicht zu wiſſen, daß die eigentliche Sphäre der Hausfrau in ihrem Hauſe iſt. Laſſen wir darum das Höherſteigen den Modedamen, für welche die Familie nur ein noth⸗ wendiges Anhängſel iſt, und nehmen Sie einer alten Frau ein freies Wörtchen nicht übel.